Rodgau

Was bisher geschah – in all den Jahren

Irgendwann in 2004 oder 2005 wurde mir nach dem Gespräch mit einem Arzt bewusst, dass ich doch etwas Sport betreiben sollte. Zwar war ich weder fettleibig noch Raucher und lebte ernährungsmäßig durchaus gesund, aber der Körper zeigte schon erste Probleme auf – vor allem im Wirbelsäulenbereich.

Nun gut, kostenmäßig bietet sich dieses „Laufen“ an, daher passable Schuhe gekauft (irgendwelche Asics), ein bisschen Funktionswäsche, und los ging es – den Sommer über.

So richtig kann ich mich an diese Phase nicht mehr erinnern – irgendwann, als es kühler wurde, hörte ich wieder auf mit dem Laufen. Spaß hatte mir das ganze doch nicht so gemacht. Und außerdem kam der Herbst, da kann man ja nicht mehr laufen.

2007 allerdings gab’s beruflich einen Umbruch – ich war nach einer überraschenden Kündigung auf der Suche nach einem Job, und das dauerte doch etwas länger als geplant. Und dieser April 2007 war doch schon sehr sonnig, ich hatte Zeit, also ging’s jeden zweiten Tag hinaus mit den wieder entstaubten Laufschuhen. Vor allem die Runden um den Badesee in Pichling habe ich äußerst angenehm in Erinnerung.

Ein entscheidendes Ding lernte ich in diesem Jahr: Dranbleiben! Um das Laufen lieben zu lernen, muss man einfach diese zwei bis drei Monate der Muskelschmerzen und „sich immer wieder zwingen“ überstehen. Dann aber war es verinnerlicht, und der Herbst kam, und es gab keinen Grund, mit dem Laufen aufzuhören: Lange Laufbekleidung kaufen, eine Kopfbedeckung, und weiter ging’s!

Irgendwann im Herbst 2007 war es klar: Ein Halbmarathon muss her – idealerweise zuhause in Linz im Rahmen des Linzmarathons (Frühjahr 2008). Erfolgreich einen brauchbaren Trainingsplan bei laufberater.com gefunden, ging’s akribisch los mit dem Training – mit dem krönenden Abschluss einer Finisherzeit unter 2 Stunden! Ich kann mich noch ganz genau an dieses Gefühl erinnern, damals, es geschafft zu haben – das geschafft zu haben, was ich mir vorgenommen und worauf ich hingearbeitet hatte.

Und ich wollte dieses Gefühl wieder erleben! Also nichts wie weiter trainieren – mit dem Ergebnis, dass im September 2008 der Halbmarathon in der Wachau (Niederösterreich) bereits in 1h39 klappte.

Zig Laufschuhpaare und vier Pulsuhren später sieht’s momentan so aus:

5 km: 2010 in Grein (AT) in 20:27

10 km: 2013 in Wien (AT) in 39:44

HM: 2012 in Wels (AT) in 1:30:15

Marathon: 2013 in Frankfurt/M. in 3:09:21

50 km: 2013 in Rodgau in 4:27:22

Laufen ist derzeit aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken, ich fühle mich fitter denn je, mein Gewicht ist in den 7 Jahren um 10 kg gesunken.

Und ich habe schöne Orte erlebt, wunderbare Menschen kennengelernt (Dank auch an twitter.com) und Momente erfahren, die sich in die Erinnerung eingebrannt haben.

Deswegen laufe ich weiter. Macht euch auf etwas gefasst 🙂

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